“Das sagen die Studierenden” | Sport Lehramt (Staatsexamen) studieren

“Das sagen die Studierenden” | Sport Lehramt (Staatsexamen) studieren


Ich studiere Sport Lehramt, weil ich gerne
einen sozialen Beruf ausüben möchte und was mit Menschen, beziehungsweise in
dem Fall Jugendlichen und Kindern arbeiten möchte, denen gerne was
beibringen würde. Und das Ganze kann ich halt in dem Fall noch mit Sport, etwas
was ich selber gerne mache, verbinden. Das heißt, die Freude und den Spaß, den ich
am Sport hab, kann ich oder würde ich gerne den Schülern weitergeben.
Ich studiere Grundschullehramt mit dem Hauptfach Sport, weil das die Voraussetzung ist für meinen
Traumberuf, den ich gern später machen möchte.
Ich habe das Hauptfach Sport gewählt, weil ich sehr viel in meiner
Vergangenheit mit Sport zu tun hatte und auch gerne weiterhin haben möchte und
weil ich denke, ich kann Sport am besten den Kindern vermitteln und vorleben. Und
das ist ja auch ziemlich wichtig als Lehrer.
Ich habe mich für das Sportlehramt entschieden nach dem Abitur, als ich
Zivildienstleistender in Kindergärten war und gemerkt habe, dass ich ganz gut mit
Kindern umgehen kann und mir das Spaß macht und den Kindern auch und ich auch
in schwierigen pädagogischen Situationen ganz gut zurecht komme. Ich
habe mich halt für Sport entschieden, weil ich gerne Sport machen möchte
weiterhin und ich denke, das passt am besten zu mir, das Hauptfach.
Bei mir war es so, dass ich generell erst mal überhaupt nicht Lehrerin werden wollte,
weil meine Eltern Lehrer waren. Das hat sich dann Gott sei Dank
geändert, ab der elften Klasse. Da kam dann schon der Lehrerwunsch. Ich habe mich
dann nach dem Abitur für verschiedene Studiengänge beworben, unter anderem
auch Psychologie, was ich dann zunächst erst mal studiert habe, weil ich es
interessant fand und dachte, das wäre was für mich. Ich habe dort meinen Bachelor
gemacht und danach gemerkt, ich will immer noch Lehrerin werden und habe
beschlossen, dann das Lehramt-Studium noch daran zuhängen und habe das bis
jetzt auch überhaupt nicht bereut. Also um das Studium Sport Lehramt
erfolgreich zu bewältigen, sollte man meiner Meinung nach erst mal eine
gewisse Organisationsstrukturiertheit mitbringen, beziehungsweise sich aufbauen
können für das Studium, dass man, wenn Prüfungszeit ist, wenn gerade viel los
ist, auch einen Überblick behält. Was das Lehramt angeht, spezifisch, sollte man
vielleicht schon mal ein Praktikum in dem Bereich gemacht haben oder in den
sozialen Bereich reingeschnuppert haben, damit man auch weiß, dass es was für
einen ist, mit Schülern zusammen zu arbeiten. Was den Sport an sich angeht, da
sollte man so eine gewisse Grundsportlichkeit einfach haben. Man muss nicht
alles schon perfekt können. Im Studium wird einem das beigebracht
und auch erklärt, wie man es anderen beibringt. Aber wenn man Angst vor dem Ball hat, dann sollte man sich das vielleicht noch mal überlegen.
Dem kann ich nur zustimmen. Ich finde es auch sehr wichtig, bevor man anfängt
etwas zu studieren, dass man genau weiß, warum man das macht und was man damit
werden kann. Und nicht einfach studiert, weil das cool ist zu studieren
und weil alle studieren, sondern auch schon mit einem Ziel in das
Studium reingehen und nicht darauf vertrauen, dass sich das irgendwann
entwickelt in den drei Jahren. Als Voraussetzung
zusätzlich ist es auch noch sehr wichtig, eine gewisse Selbstständigkeit
zu haben und nicht direkt vor der Prüfung erst anzufangen zu lernen,
sondern kontinuierlich auch etwas für das Studium zu machen. Und als
Sport-Lehramtstudent ist auch wichtig, dass man den Eignungstest vorher
absolviert hat. Da ist auch ganz wichtig, dass man sich dafür rechtzeitig
anmeldet. Es gibt auch viele, die den Termin verschlafen.
Die Anmeldung ist im März oder April. Der Sport-Eignungstest ist, glaube ich, im
Mai ungefähr und den sollte man absolvieren. Der
ist aber mittlerweile ganz gut gemacht und die meisten schaffen das auch und
ich glaube an euch. Ihr schafft das alle. Also mein erster Eindruck vom Studium
war, dass es ganz viele Studenten gibt. In meinem Fall gibt es noch ganz viele
weibliche Studenten. Ich habe auch gemerkt, dass die Mensa
ziemlich gut besucht ist und dass zu Beginn des Semesters die Seminare auch
sehr voll sind. Und bei dir? Mein erster Eindruck war ähnlich wie Sebastian
schon gesagt hat – wahnsinnig viele Leute, auch viele verschiedene. Dadurch, dass man
halt Lehramt studiert, gibt es diese verschiedenen Fächerkombinationen und
dadurch kommen halt aus den ganzen Fächerkombinationen auch in den
Veranstaltungen der Bildungswissenschaften ganz viele
verschiedene Leute zusammen. In jedem Semester lernt man wieder Neue
kennen. Was ich so nicht erwartet hätte im Studium Lehramt Sport ist, dass wir
Veranstaltungsmodule haben, wie zum Beispiel Sportmedizin oder Biomechanik,
wo viel aus der Chemie, aus der Biologie, der Physik von einem verlangt wird, was
einen aber jetzt nicht abschrecken sollte, weil es ist zu schaffen. Ich selber habe
Physik nach der zehnten Klasse in der Schule abgewählt und habe es trotzdem
hinbekommen. Man muss halt nur wissen, dass einen das erwartet im Studium.
Die andere Sache, die ich so nicht erwartet hätte ist, dass wir fast alle
Module, außer die spezifisch didaktischen, mit den reinen Sportwissenschaftsstudenten zusammen haben, was ich nicht schlimm finde, aber es war mir so vorher
nicht bewusst. Also bei mir im Studiengang habe ich
festgestellt, dass es grundschul- spezifischer ist als im
Gymnasiallehramtsstudiengang. Es gibt viele Module, die extra konzipiert wurden für
Grundschullehramtsstudenten, zum Beispiel kleine Spiele oder integrative
Sportspiele. Und wir haben relativ wenig mit den Fachwissenschaftsstudenten zu
tun. Besonders gut am Sport-Lehramtsstudium
hier in Leipzig gefällt mir erst mal Leipzig. Leipzig ist eine wunderschöne
Stadt und es gibt viel zu erleben hier. Die Lebenserhaltungskosten sind noch
ziemlich günstig. An der Universität Leipzig gefällt mir, dass alles ziemlich
modern ist und das meiste auch auf dem neuesten Stand ist und die Fakultäten
sind auch ziemlich zentral im Vergleich zu anderen Städten. Leipzig ist meine
Heimatstadt und für mich war es auch klar, dass ich hier gerne studieren
möchte, weil ich Leipzig super finde. Wie Sebastian schon gesagt hat, ich finde
die Fakultäten an sich liegen so eng beieinander, dass alles super mit
dem Fahrrad, mit der Straßenbahn zu erreichen.
Man hat hier in Leipzig immer was zu tun, man kann immer was machen, es ist immer was
los. Oder wenn man halt auch mal seine Ruhe will, dann kann man mal in den Park
fahren oder in den Wald oder an den Cospudener See. Das ist mit dem Fahrrad gut zu
erreichen, um sich dort mal zu erholen, zu entspannen.
Die Fakultät, die sportwissenschaftliche, an sich finde ich auch super, weil da ist
alles in einem Komplex vorhanden. Man hat in einem Gebäude die ganzen Turnhallen,
vor der Tür ist die 400-Meter-Bahn, daneben die Schwimmhalle. Wenn man Hunger
hat, geht man mal schnell in die Mensa rüber. Will man sich ein Buch ausleihen,
geht man in die Bibliothek. Also da ist alles alles beieinander. Beim Studium
an sich, da finde ich super, dass man so einen Ausgleich zwischen Theorie und
Praxis hat. Man sitzt nur den ganzen Tag im Hörsaal und schreibt mit
und hört zu, sondern kann selber auch mal in die Turnhalle gehen und sich
bewegen. Also ich selber habe keine falschen
Vorstellungen in dem Sinne gehabt, weil ich auch schon viele Informationen
von Freunden hatte. Ich denke, dass einige die Vorstellung
haben, dass man fast gar nicht an Schulen geht während des Studiums und mit
Schülern in Kontakt kommt. Andere haben vielleicht genau die entgegengesetzte
Vorstellung, dass man ständig an Schulen ist, unterrichtet, hospitiert und so
weiter. Ich würde sagen, es ist so ein Mittelding von beiden. Also man hat
einige Praktikas während der Studienzeit, wo man an die
Schulen geht und auch hospitiert und selber einige Stunden halten muss. Aber es
hält sich noch im Rahmen. Also ich finde, Tina hat schon viel gesagt. Ich würde
noch sagen, dass eine falsche Vorstellung auch sein könnte, dass man jeden Tag
feiern geht und nichts für das Studium machen muss und am Ende fertiger Lehrer
ist und dem ist nicht so. Man muss auch kontinuierlich etwas
für das Studium machen und sich nicht so durchmogeln.
Mein Rat für Studienanfänger wäre auf jeden Fall, sich noch mal zu
überlegen, ob man das ganze auch studieren möchte und was man damit
machen kann. Ich finde es auch sehr wichtig, dass es
gerade im Lehrerberuf nicht unbedingt nötig ist direkt nach dem Abitur
anzufangen zu studieren, das Studium durchzurasseln und dann mit 24 ein Lehrer
zu sein. Ich denke gerade in dem Beruf ist es
auch ganz wichtig so eine Persönlichkeit ausgebildet zu haben.
Und das klappt mit dem Alter auf jeden Fall besser. Ich würde Studienanfängern
raten, dass sie nicht die Ruhe verlieren, auch wenn es mal nicht so läuft,
wie sie sich das vorstellen. Vor allen Dingen in der Prüfungszeit, wenn wirklich viel los
ist, wenn man auch viel auswendig lernen muss, dass man generell nicht die
Motivation verliert, auch wenn man mal Veranstaltungen, Module hat, die einem
nicht so liegen, das einem nicht so Spaß macht. Es kommen auch welche, die einem
viel Spaß machen, wo man auch gut ist und das Wichtigste ist, dass man Spaß
hat im Studium. Das Studium macht sehr viel Spaß und man hat auch noch
genügend Zeit außerhalb des Studiums, um zum Beispiel zu arbeiten oder Sachen
zu machen, die man gerne machen würde. Und das alles sollte man genießen.
Ich möchte nach meinem Studium Lehramt Sport das Referendariat anschließen. Das
wird voraussichtlich 18 Monate dauern und danach dann in den Beruf einsteigen,
den ich studiert habe, also als Lehrerin an einem Gymnasium für die Fächer Sport
und Bio. Da möchte ich einige Jahre tätig sein und
ankommen, mich festigen in dem, was ich tue und wenn sich die Möglichkeit
ergibt, vielleicht dann selber auch in der Lehrerbildung tätig werden. Ich
möchte direkt nach dem Studium anfangen mein Referendariat zu machen, am besten
hier in Leipzig und danach möchte ich Grundschullehrer werden.

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